Warum noch einen Newsletter erstellen in Zeiten von Facebook, Twitter und Co.? Ganz einfach: Weil 90 Prozent aller Abonnenten Mails bevorzugen, nur 10 Prozent Updates auf Facebook. E-Mail Clickthrough-Raten sind 6 mal so hoch wie die eines Tweets.

Wir alle nutzen E-Mails als ein sehr persönliches Kommunikationsmedium jeden Tag. E-Mails sind also genau der richtige Kanal, um aus Prospects Kunden zu machen, den Absatz zu steigern und seine Botschaft zu verbreiten, richtig? Nicht ganz. Wer mit dieser Prämisse einen Newsletter erstellt, wird sich schnell auf dem Boden der Tatsachen wiederfinden.

Dazu muss sich jeder von uns nur in Erinnerung rufen, warum er in seinem persönlichen Umfeld einen Newsletter öffnet. Die Antwort liegt wie so oft im viel gepriesenen Mehrwert: seien es Preisnachlässe, Unterhaltung oder einzigartige Informationen. Tatsächlich öffnen 70 Prozent der Leser den Newsletter eines Unternehmens in Erwartung eines Coupons oder Preisnachlasses.

Schritt 1: Den Newsletter fokussieren

Zunächst gilt es, das übergeordnete Ziel des Newsletters festzulegen und in die erweiterte Content-Strategie einzubetten. Die Inhalte des Newsletters folgen den Zielen des Unternehmens und einer zuvor festgelegten Strategie. Nur zu oft zäumen Marketing-Leute das Pferd von hinten auf, indem sie ihr E-Mail-Marketing Tool öffnen und es wahllos mit vorhandenem Content aus allen Unternehmensbereichen füllen: hier eine Pressemeldung, da ein Blogpost und noch einen Coupon – fertig.

Diese E-Mails ähneln in ihrer Struktur oft einer Zeitung. Ratsamer ist es, sich auf ein Thema zu konzentrieren: Lautet der Betreff etwa „Darum ist Thomas Müller so wichtig für den FC Bayern“, sollte dies auch der einzige Fokus des Newsletters sein.

Schritt 2: Newsletter Anmeldung

Vor Erstellung und Versand des Newsletters liegt das nächste Augenmerk auf dem Aufbau des Leserkreises. Für den Newsletter-Aussand ist die Sozialversicherungsnummer der Abonnenten nämlich unnötig.

Der perfekte Betreff ist...

 

  • …kurz: Auf Smartphones sind häufig nur bis zu 30 Zeichen einer Betreffzeile zu sehen
  • …enthält keine Füllwörter
  • …ist klar formuliert : Der Betreff muss eine präzise Vorschau auf den Content des Newsletters geben
  • …vermittelt Dringlichkeit: Signalisieren Sie, dass die E-Mail keinen Aufschub erlaubt durch Formulierungen wie „Nur noch 2 Tage…“.
  • …ist personalisiert: Betreffzeilen mit dem Namen des Empfängers sind Garanten für höhere Öffnungsraten
  • Bonus – der A/B Test: Testen Sie verschiedene Betreffzeilen gegeneinander und prüfen Sie die Öffnungsraten.
E-Mail Clickthrough-Raten sind 6 mal so hoch wie die eines Tweets. #Newsletter #Guide Klick um zu Tweeten

 

Der Anmeldeprozess sollte so einfach wie möglich gehalten sein, schließlich erklären sich die Nutzer damit einverstanden, dass sie kontaktiert werden – und diese Chance gilt es wahrzunehmen.

Für interessierte User gibt es kaum etwas frustrierenderes, als eine ellenlange Form, die Adresse, Unternehmen, Telefonnummer, Lieblingspizza usw. abfragt. An dieser Stelle ist die Abbruchrate enorm hoch.

Die einzig wirklich notwendige Information ist die E-Mail-Adresse, gegebenenfalls noch der Name. Hilfreich für den User ist außerdem eine genaue Beschreibung, welche Inhalte der Newsletter liefert, wie häufig er versendet wird und welche Vorteile ein Abonnement bietet.

Erfolgreiche Newsletter erstellen

Schritt 3: Design

Die meisten E-Mail Tools bieten vorkonfigurierte Templates. Wählen Sie bitte ein simples Design. Weniger ist hier mehr: Die erfolgreichsten Newsletter sind übersichtlich und machen es dem Leser einfach, den Inhalt nach relevanten Abschnitten zu scannen.

Das bedeut auch, dass das Template mobile-optimiert ist. Denn mittlerweile werden über die Hälfte der E-Mails auf mobilen Geräten geöffnet.

Schritt 4: Content

Die Abonnenten haben sich in den Verteiler eingetragen – jetzt müssen Taten folgen. Relevanter Content findet sich auf dem Unternehmensblog, in Marketing-Materialien oder Social Media Kanälen.

Leider begehen viele Unternehmen den Fehler, ihre Newsletter als reines Verkaufstool zu verwenden und haben nur eine Botschaft für Ihre Abonnenten: Kaufen, kaufen, kaufen! Viele Konsumenten sind allerdings willens, einen Newsletter zu abonnieren, weil sie Fans der Marke sind. Wird der Newsletter aber zu aufdringlich, lesen ihn selbst die treuesten Fans nicht mehr oder melden sich im schlimmsten Fall sogar ab.

Die Mischung macht’s: Mindestens drei Viertel des Contents sollten dem Leser einen echten Mehrwert bieten, und maximal ein Viertel werblicher Natur sein.

Schritt 5: Mit dem Newsletter experimentieren

Einen Newsletter zu starten und eine Mailing-Liste aufzubauen, kann ein wichtiger Kanal für die Unternehmenskommunikation sein, wenn es richtig gemacht wird. Um ihre Ergebnisse zu maximieren, gilt es deshalb zu experimentieren, zu testen und alle Aspekte des E-Mail-Marketings ständig zu optimieren. Dann wird sich nach einiger Zeit auch der der Erfolg einstellen.