*Lesen Sie Teil 1 unserer Mini-Blogreihe: Ist PR für B2B-Unternehmen noch zeitgemäß? [Teil 1/2]

Ohne PR keine Agenturen

Eine funktionierende PR-Praxis ist der Proof-of-Concept für PR-Agenturen und damit ihre Existenzgrundlage. In unserem letzten Blogbeitrag haben wir die Frage gestellt, ob PR für Unternehmen immer noch Pflicht ist und Szenarien dargelegt, in denen PR mit unterschiedlichen Ansätzen funktionieren kann. So weit so gut.

Nun stellen Sie sich wahrscheinlich die Frage, ob Public Relations für Sie funktioniert. Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie sich zunächst davon lösen, PR als gottgegeben anzusehen.

Erfolgspotentiale der PR-Arbeit mit den richtigen Fragen aufdecken

Im Orchester der B2B-Unternehmenskommunikation spielt die PR zwar regelmäßig eine wichtige Rolle, aber sie hat nicht von vornherein die Position des Konzertmeisters gepachtet. Bevor Sie sich für eine Hierarchie im Kommunikations-Mix festlegen, beantworten Sie bitte folgende Fragen:

  • Wen wollen wir erreichen?
  • Bei was wollen wir der Zielgruppe helfen – und wie?
  • Wie findet die Zielgruppe die Lösung? Wie ist der Weg dorthin?
  • Die Kernfrage: Wie wahrscheinlich ist, dass wir die Zielgruppe über die Medien erreichen?
  • Wie stark muss unsere Medienpräsenz mit dem gewünschten Messaging sein, um die Zielgruppe zum Handeln zu bewegen?
  • Haben wir das Budget, um die notwendige Coverage zu erzielen?

PR funktioniert nur im Verbund von Kommunikationsmaßnahmen

Berichterstattung in einem renommierten Fachmedium ist gut für die Marke und macht die Unternehmenslenker stolz. Verpufft die Wirkung der Coverage, dann drängt sich mittelfristig die Frage auf, ob Öffentlichkeitsarbeit in dem gesetzten budgetären Rahmen die gesteckten Ziele erreichen kann. Es gibt keine klassische Hierarchie der Kommunikationsmaßnahmen.

Am Ende bestimmt die stimmige (und damit individuelle) Orchestrierung der Kommunikationsmaßnahmen, ob die Message beim (potentiellen) Kunden auf offene Ohren stößt und Applaus auslöst.

Sind es die Öffentlichkeitsarbeit als Zugpferd, Content Marketing für die Kernzielgruppe und bezahlte Inhalte für höhere Awareness? Die Optionen sind zahllos, stützen sich aber bei der B2B-PR stets auf die Pfeiler:

  • Content Marketing (zum Beispiel: Corporate Media, E-Mail Marketing, Content Hubs, Microsites oder Blogs)
  • Paid/ Sponsored Content (zum Beispiel: Newsletter Sponsoring, Banner Ads, Social Ads oder Google Ads)
  • Earned Content (klassischerweise PR und Influencer Relations)
  • Social Media (organisch)
  • SEO
  • Eventmarketing
  • Outbound Marketing

Ein integrierter crossmedialer Kommunikationsansatz schafft die gewünschte Awareness. Allein Sie (natürlich auch in Zusammenarbeit mit einer Kommunikationsberatung) müssen herausfinden, welcher Ansatz in welcher Gewichtung für Sie und Ihre Marke sinnvoll ist. Marken müssen nicht überall aktiv und präsent sein.

Täglich einen Beitrag auf der Xing-Unternehmensseite zu veröffentlichen ist überflüssig, wenn dem Unternehmen nur 50 Personen folgen und die Kollegen Xing-faul sind. Einige Maßnahmen können verpuffen, ohne Wirkung zu zeigen. Umso wichtiger ist es, zu ermitteln, welche Maßnahmen einen signifikanten Beitrag zur Zielerreichung leisten und welche nicht.

PR und Content Marketing befruchten sich gegenseitig

Stellen Sie fest, dass PR für Sie ein sinnvoller Kommunikationshebel ist, sollten Sie genug Zeit in die Planung Ihrer Inhalte stecken. Denn gerade PR-Inhalte können gut für weitere Kanäle und Formate genutzt werden. Storytelling liegt PR’lern praktisch in der DNA. Gut geschrieben sind PR-Inhalte quasi automatisch auch suchmaschinenoptimiert, da guten Schreibern ganz natürlich hochwertige Texte gelingen. Davon profitiert auch das Content Marketing. Und Google trichtert uns ja seit Jahren ein, wie hoch die SEO-Relevanz von Quality Content ist.

Funktioniert B2B-PR im Allgemeinen oder IT-PR im Speziellen überhaupt noch? Ja, sie funktioniert noch und wird es auch weiterhin. Aber macht PR für Sie und Ihre Marke Sinn?

Erzählen Sie uns Ihr PR-Vorhaben und wir geben Ihnen eine erste Schnelleinschätzung!

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Philipp Hühne

Philipp Hühne

Account Director Digital Communication bei Maisberger
Philipp Hühne ist Maisberger Weltenwandler: einer ersten Sozialisierung in der klassischen PR folgte die schritt- und sprungweise Erschließung weiterer analoger und digitaler Kommunikationsdisziplin. Sieht die Unternehmenskommunikation als großes Orchester, das aufeinander abgestimmt werden muss. Liebt Musik und Milchspeisen. Hat eine Abneigung gegen Croques und Hater (…).
Philipp Hühne