Wie können Bildungsanbieter Interessierte von ihrem Angebot überzeugen? Mit Blick auf die Student Decision Journey und schlagkräftigem Content an den relevanten Touchpoints.

Weiterbilden – ja oder nein? Welche Qualifizierung? Welcher Anbieter? Sich weiterzubilden heißt, Entscheidungen zu treffen. Immerhin geht es – gerade bei umfangreichen Qualifizierungen oder Studiengängen – um Karriere, viel Zeit und Geld. Doch was heißt dies im Umkehrschluss für Hochschulen, Akademien und Bildungseinrichtungen? Wer Interessenten in ihrem Entscheidungsprozess schlagkräftige Argumente liefert, bekommt den Zuschlag! In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf diesen Entscheidungsprozess und leiten daraus Tipps für relevanten Content ab.

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Im Detail geht es um

  • die Student Decision Journey
  • die wichtigsten Fragen im Entscheidungsprozess
  • wirkungsvollen Content in ansprechenden Formaten
  • eine integrierte Kommunikationsstrategie für die relevanten Touchpoint

Die Student Decision Journey: vom Wunsch bis zur Anmeldung 

Die Entscheidung für berufliche Weiterbildung erfolgt in der Regel in fünf Phasen:

  1. Initialisierung: Es entsteht der Wunsch oder die Notwendigkeit, sich beruflich weiterzubilden.
  2. Research: Die Interessierten recherchieren die unterschiedlichen Möglichkeiten und entscheiden sich für „ihre“ Weiterbildung – ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Master-Studium, eine Aufstiegsfortbildung oder einen Zertifikats-Lehrgang.
  3. Vergleich: Anbieter werden gegenübergestellt: Wer erfüllt die Anforderungen am besten? Wem kann ich am meisten vertrauen?
  4. Aktion: Die Studienberatung wird kontaktiert und es fällt die Entscheidung zugunsten des passendsten Anbieters.
  5. Registrierung: Die Anmeldung erfolgt.

Die wichtigsten Fragen im Entscheidungsprozess

 Innerhalb dieser Decision Journey setzen sich die Interessenten mit folgenden Fragen auseinander:

  • Was bringt mir Weiterbildung für meine berufliche Zukunft?

  • Welcher Themenbereich und welcher Abschluss sind relevant?

  • Welche Anbieter gibt es?

  • Welche Vorteile bieten mir die einzelnen Anbieter bezüglich Inhalte, Formate, Lernplattformen, Betreuung und Service?

  • Wie ist deren Renommee?

  • Wer sind die Dozenten?

  • Welche Anforderungen muss ich für die Teilnahme erfüllen?

  • Wie kann ich das Lernen erfolgreich bewältigen?

  • Wie kann ich die Weiterbildung finanzieren?

Content, der Antworten liefert – und die Conversion Rate steigert

Wenn Sie den Interessierten in ihrer Recherche- und Vergleichsphase diese Fragen beantworten können, ist die halbe Miete schon gewonnen. Denn dadurch wecken Sie das Bedürfnis und die Bereitschaft, mit Ihrer Bildungseinrichtung in Interaktion zu treten und sich beraten zu lassen. Somit trägt der Content maßgeblich zur Steigerung der Conversion Rate bei. Doch welcher Content bzw. welche Informationen sind wichtig? Aus Sicht der Interessenten lässt er sich in zwei Kategorien unterscheiden:

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Content #1: Must-haves zum Studien- oder Lehrgang

Es gibt Basic-Content, der für jedes einzelne Angebot nötig ist. Er gibt nutzerorientierte Antworten auf folgende Punkte:

  • Inhalte
  • Teilnahmevoraussetzungen
  • Abschlussmöglichkeiten
  • Dozenten
  • Finanzierungsoptionen
  • Lern- bzw. Studienmodell und Formate
  • Teilnehmerbetreuung
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Content #2: On top fürs Trustbuilding

Doch wie können Sie zusätzlich das Vertrauen wecken, dass Sie genau der richtige Anbieter sind? Hier brauchen Sie Botschaften und Informationen, die Mehrwert generieren, weitere Zusammenhänge erklären, Emotionen und Begeisterung wecken. Das Ziel: Interessenten dazu zu animieren, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Hier einige Beispiele. Welche Botschaften passen zu Ihrer Bildungseinrichtung?

  • Wir kennen uns in Ihrer Branche aus! Zahlen & Fakten beispielsweise zur IT, Gesundheits-, Maschinenbaubranche und/oder zur Entwicklung des Fachkräfte- oder Akademikerbedarfs
  • Das sind Ihre Job-Optionen! Informationen zu (neuen) Berufsfeldern und zum Know-how und den Kompetenzen, die dafür benötigt werden.
  • Ihre Karriereplänen sind bei uns in guten Händen! Bewerbungstipps, Informationen zu Aufstiegswegen, Karriereberatung.
  • So sieht Ihr Lernalltag bei uns aus! Real-Insights mit Testimonials, Lerntipps, How tos, Einblicke in die Bildungseinrichtung.
  • Unsere Teilnehmer sind erfolgreich! Ausgezeichnete Projekte oder Arbeiten von Teilnehmern, Prämierung besonders guter Abschlüsse, Karrierewege von Absolventen
  • We share our know how! Learning-Nuggets als Kostproben der Lehrinhalte – in Form von Lernvideos, Glossaren, Tipps & Tricks
  • Bei uns werden Sie gut beraten und betreut! E-Mail, Telefon, Chat, persönliche Beratung vor und während der Weiterbildung

 

Quellen für hochwertigen Content – Umsetzung in passende Formate

Es gibt viele Mittel und Wege, um guten Content zu generieren. Hier einige Ideen:

  1. Marktstudien: Für Zahlen, Fakten und Prognosen eignen sich Marktstudien. Wer eigene Trendstudien durchführt und nicht „nur“ auf bereits vorhandene Erhebungen zurückgreift, bietet nicht nur relevante Informationen, sondern beweist sich darüber hinaus auch als echter Marktkenner. Die Ergebnisse lassen sich zu Infografiken, Video-Summaries, Bilderstrecken, Interviews oder Artikeln verarbeiten
  2. Expertentalks: Ein weiteres Format, das Ihnen Expertise und Branchenkenntnis bescheinigt, Sie können diese mit Talks mit Vertretern von Branchenverbänden und marktführenden Unternehmen selbst organisieren oder an Talks, zum Beispiel auf Messen, teilnehmen. Events dieser Art bieten die Gelegenheit, mit anderen Vordenkern über neueste Entwicklungen und künftige Qualifikationsanforderungen zu diskutieren. Die Aussagen und Prognosen der Experten sind eine Steilvorlage für hochwertigen Content in Form von Livestreams, Video-Statements, Fachartikeln, White Papers oder Presseberichten.
  3. Insights: Teilnehmer, Studierende oder auch ehemalige Studierende können als Testimonials authentisch und glaubhaft über Erfolge berichten und zur Nachahmung motivieren. Passende Formate sind Case Studies, Lerntagebücher im Blogformat, Video-Statements. Mit 360°-Videos können Sie auch einen virtuellen Rundgang durch die Einrichtung anbieten.

Die richtigen Touchpoints bedienen

Doch was nützt Ihnen Ihr Content, wenn Sie diesen nicht an die Frau oder den Mann bringen? Mit einer integrierten Kommunikation, in der PR, Online Marketing, SEO- und Content Marketing ineinandergreifen, schaffen Sie Awareness bei den Interessierten an unterschiedlichsten Touchpoints: auf Fach- und Karrieremessen, in Print- und Onlinemedien, auf Social Media-Kanälen, Online-Portalen und Weiterbildungsportalen.

 

Wo alle Fäden zusammenlaufen: Website als Informationshub

Eine wichtige Hausaufgabe ist, die Website als zentralen Informations- bzw. Content Hub auszubauen und die Interessenten von den unterschiedlichsten Touchpoints mit Links und QR-Codes auf diese zu führen. Hier findet sich der Content adäquat aufbereitet wieder – nutzerfreundlich, unterhaltsam, multimedial. Nicht zu vergessen: Der Call to action mit gut sichtbaren Buttons für Beratungsgespräche per Telefon, Chat, E-Mail oder die Anmeldung.

 

Fazit

Ob Bachelor-, Master oder MBA-Studium, Techniker- oder Meisterabschluss, Führungskräftetraining oder Agile Project Management, ob Blended Learning, Seminar oder Fernstudium – das Internet macht es Weiterbildungsinteressierten einfacher denn je, sich über ihre Möglichkeiten zu informieren. Ob Sie als Anbieter in die engere Auswahl kommen, liegt in Ihrer Hand – mit Ihrem Content an den relevanten Touchpoints!

 

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Emma Deil-Frank

Emma Deil-Frank

Senior Account Manager bei Maisberger
Emma Deil-Frank beschäftigt bei Maisberger mit Themen rund um Education - von MBA-Programmen über Blended Learning bis hin zu Weiterbildung 4.0. Ein besonderer Fokus liegt auf der umfassenden Vermarktung von Studien zum Thema "Berufliche Weiterbildung".
Emma Deil-Frank