3.000 – so viele Markenkontakte hat jeder von uns pro Tag. Was diese Zahl veranschaulicht: Durch die tägliche Flut an Markenbildern bleiben nur die überzeugendsten in Erinnerung. Markenkommunikation muss also sowohl einzigartig als auch überraschend sein. Keine leichte Angelegenheit, immerhin gilt es, alle drei Marken des Unternehmens im Blick zu haben: die Corporate Brand, die Product Brand sowie die Employer Brand. Und gerade bei letzterer herrscht oft ein Differenzierungsproblem zu anderen Wettbewerbern.

Die Employer Brand (=Arbeitgebermarke) spiegelt die Identität und Kultur eines Unternehmens als Arbeitgeber wieder.

Für die Employer Brand sind insbesondere die sogenannten identitätsrelevanten Plangrößen – wie zum Beispiel Kultur und interkulturelle Besonderheiten – sowie Attraktivitätsfaktoren  –  wie Work-Life-Balance, Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierewege  –  entscheidend.

Ein wichtiger Bestandteil der Employer Brand ist die Employer Value Proposition (=Arbeitgeberwerteversprechen, EVP).

Die Employer Value Proposition beruht auf jenen identitätsrelevanten Faktoren und muss in einem strategischen Markenprozess erarbeitet werden.

Erst wer sich diesem strategischen Markenmanagement gewidmet hat, sollte mit operativen Employer Branding-Maßnahmen starten.

 

Die Employer Brand: In vier Schritten zur Arbeitgebermarke- human-centered-communications

 

Auf dem Weg zur Employer Brand – der strategische Markenprozess

1. Verschaffen Sie sich einen Überblick

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme. Sammeln Sie Informationen über Ihr Unternehmen – aus bestehender Kommunikation, internen Befragungen, Arbeitgeberrankings etc. Gerade in dieser Phase ist oft ein unvoreingenommener Blick von außen hilfreich – arbeiten Sie mit einem externen Partner zusammen, der Ihr (Marken-)Bild in der Öffentlichkeit unter die Lupe nimmt. Zudem muss eine Wettbewerbsanalyse erfolgen – wer sind auf dem Arbeitsmarkt Ihre Konkurrenten um die besten Köpfe? Auch hier lohnt sich ein ganz genauer Blick – erinnern Sie sich: Ihre Arbeitgebermarke soll einzigartig sein.

2. Fragen Sie nach

Nach dem Blick von außen folgt der nach innen: Durch eine Mitarbeiter-  und Geschäftsführerbefragung bekommen Sie spannende und entscheidende Insights. Was zeichnet uns als Arbeitgeber aus? Welche Stärken haben wir? Welche Vision treibt uns täglich an? Niemand kann Fragen zur Kultur, gelebten Werten und dem Erleben des Arbeitgebers besser beantworten, als Ihre Mitarbeiter. Je nach Unternehmensgröße können alle Angestellten befragt werden oder aber Sie bilden eine sogenannte Fokusgruppe, die sich aus einem Querschnitt der Belegschaft zusammensetzt.

3. Analysieren und sortieren Sie

Sammeln Sie in einem dritten Schritt alle Ergebnisse der Befragungen. Versuchen Sie aus dieser Menge an Aussagen/Werten/Botschaften Profilfelder zu erschließen. Ein Beispiel: Die Eigenschaften „hands-on“, „pragmatisch“ und „aktiv“ zeigen alle eine Gemeinsamkeit: Bei Ihnen herrscht eine Arbeitskultur des Handelns und sie haben Mitarbeiter, die anpacken. Diese „Macher-Kultur“ bildet damit ein Profilfeld. Fokussieren Sie sich auf vier bis fünf solcher Profilfelder.

4. Fassen Sie zusammen

Sie haben Ihre Profilfelder erstellt? Dann befinden Sie sich im strategischen Markenprozess auf der Zielgerade. Aus diesen Profilfeldern lassen sich nun Botschaften ableiten. Nochmal zurück zu unserem Profilfeld „Macher-Kultur“. Eine Kernaussage hierfür wäre: „Wir packen unsere Aufgaben mit Elan an.“ Aus den Profilfeldern samt ihrer Botschaften lässt sich nun schließlich die EVP ableiten, die die strategische Basis der Arbeitgebermarke für die Kommunikation bildet.

Wir ermitteln Ihre individuelle EVP und Employer Brand. Schreiben Sie uns!

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Maren Pudimat

Maren Pudimat

Account Manager bei Maisberger GmbH
Bei Maisberger hat Maren Pudimat ihre Leidenschaft fürEmployer Branding entdeckt. Ihr Anspruch ist es, Arbeitgebermarken durch spannenden Content erlebbar zu machen.Die neue Arbeitswelt und Weiterbildung 4.0 sind weitere Themen, die sie begeistern und mit denen sie sich täglich auseinandersetzt. Was ihr sonst noch gefällt: Literatur, München und Sommerabende am See.
Maren Pudimat