Visionäre, Vordenker – manchmal auch Querköpfe: Ohne brillante Individuen, die aus einer ganz besonderen Exzellenz heraus Ideen entwickeln, Trends erspüren, Impulse setzen und andere begeistern, wäre kaum etwas Neues möglich. Vieles würde in einem durchschnittlichen Status Quo verharren – ob in Technologie, Kunst oder Gesellschaft. Am Beginn von Faszination steht meist ein neuer Gedanke.

Dass Thought Leadership deshalb auch und gerade für die PR-Arbeit enorm wertvoll ist, liegt auf der Hand: Denn Zweck guter PR ist es nicht ausschließlich, Produkt-News, Personalien oder Quartalsergebnisse in Pressemitteilungen zu verbreiten (was unbestritten auch dazu gehört). Sondern in einem ganzheitlichen Verständnis positive Einstellungen gegenüber Branchen, Unternehmen oder Organisationen zu fördern und zu unterstützen. In diesem Bewusstsein kompetente, glaubwürdige – und im Idealfall auch ein Stück weit unterhaltsame – Thought Leader aufzubauen und sichtbar zu machen, gehört daher auf jeden Fall zum Repertoire nachhaltiger PR-Arbeit.

Brückenschlag in Alltag, Arbeitswelt oder Gesellschaft

Gerade in der Tech-PR ist Thought Leadership ein hervorragender Ansatz, um Öffentlichkeit, Multiplikatoren, potenzielle Kunden oder andere Stakeholder mit relevanten Inhalten zu erreichen. Denn vielfach sind es gerade die extrem erklärungsbedürftigen Produkte, Trends und Entwicklungen, die erst durch den Brückenschlag in Arbeitswelt, Alltag oder Gesellschaft fassbar werden. Echte Thought Leader verlassen daher bewusst die reine Technologie-Ebene aus Quellcodes und Glasfasern und stellen sich solchen Fragen, die über das eigene Unternehmen, vielleicht sogar über die ganze Branche hinausweisen.

Als Menschen, die mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Expertise und nicht zuletzt ihrem Gesicht schwer greifbaren Themen ein Antlitz geben, heben wahre Thought Leader den Blick: aus dem eigenen Produktportfolio hinaus – und hinein in ihr Publikum aus Interessierten, Fragenden, Leads, Kunden, Multiplikatoren, vielleicht aber auch Zögerern oder Kritikern. Thought Leader holen ihr Auditorium da ab, wo Diskurs ansetzen kann, wo Trends und Themen mehrere Seiten haben und wo eventuell auch polarisiert werden kann. Wo transformieren Algorithmen die Arbeitswelt? Welchen Wert haben Daten – und für wen? Was kann Künstliche Intelligenz – und was „darf“ sie? Fragen dieser Art beantworten Thought Leader nicht mit Fact Sheets, sondern mit Persönlichkeit, Expertise und Meinung.

Und das tun sie zum Beispiel in folgenden Formaten:

  • Meinungsbeitrag:
    Wer polarisiert, macht es sicher nicht jedem recht. Aber er gewinnt Aufmerksamkeit und regt im besten Fall Austausch, Diskussion und Bewusstseinsbildung an. Ein Meinungsbeitrag geht in der Regel „vom Kleinen ins Große“ – er nimmt also einen bestimmten Aufhänger zum Anlass und dekliniert anhand dessen eine starke Meinung durch: bis hin zur Relevanz des Themas für Gesellschaft, Politik, Arbeitswelt, etc…
  • Fachartikel:
    So verbunden ein Thought Leader seiner eigenen Organisation auch ist – im Fachartikel stellt er Trends und Entwicklungen produkt- und herstellerneutral in den Fokus der Betrachtung und zeigt die Genese eines Themas, referiert die aktuellen Aspekte und skizziert nächste Schritte, eventuelle Herausforderungen, mögliche Folgen – und Zukunftsvisionen.
  • Speaking Opp:
    Tritt ein Thought Leader als Sprecher auf, hat er noch deutlich mehr Möglichkeiten, Inhalte mit Persönlichkeit zu verknüpfen als in rein schriftlichen Formaten. Gestik, Mimik, Stimme, Lautstärke, Visualisierungen und Publikums-Interaktion erlauben es, den rein semantischen Gehalt des Gesagten individuell zu gestalten. Zudem kann, wer möchte, gleich ins persönliche Gespräch einsteigen.
  • Kommentar/Fast Action:
    Eine tagesaktuelle Nachricht schnell und fundiert zu kommentieren, bietet gute Chancen, Thought Leader auch über den eigenen Branchen-Zaun hinaus sichtbar zu machen. Eine groß angelegte Hacker-Attacke? Eine politische Entscheidung mit großen Auswirkungen auf Industrie und Arbeitsmarkt? Hier setzt der Thought Leader an und bietet auf den Punkt Meinung, Orientierung und fundierte Argumente.

Vordenker und Querköpfe braucht die Welt! Und wer diese drei Faustregeln im Blick behält, macht schon vieles richtig auf dem Weg zum Thought Leader:

 

  • Zeigen Sie als überzeugende Persönlichkeit Gesicht und entdecken Sie die gesellschaftliche Relevanz in Ihren Themen!
  • Haben Sie keine Angst vor Meinung. Wer sich positioniert, macht es vielleicht nicht allen recht. Aber er besetzt seine Nische und regt den Diskurs an!
  • Achten Sie auf klare Strategien, um Ihre Sichtbarkeit als Thought Leader zu erhöhen. Je breiter die Audience, umso vielfältiger der Austausch!
Korbinian Morhart

Korbinian Morhart

Account Manager bei Maisberger
Korbinian Morhart befasst sich bei Maisberger mit IT-Themen von Business Intelligence über IT Operations Analytics bis hin zu Rechenzentren. Er ist Philosoph und kommuniziert außerhalb von Maisberger am liebsten auf dem Golfplatz.
Korbinian Morhart